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Demokratieentwicklung
Unsere Welt wird zunehmend komplexer und damit unübersichtlicher. Wenn wir im Dickicht der Informationsüberflutung weiter unser Leben, unsere Arbeit und unser Engagement aktiv gestalten wollen, benötigen wir adäquate Konzepte, die uns bei der Bewältigung der Zukunft helfen werden. Im Alltag der Bewältigung geht uns dabei oftmals die Puste aus, wir haben das Gefühl mit unseren Problemen allein gelassen zu werden. Dabei steht uns grundsätzlich mit der Demokratie und der europäischen Interpretation als einem sozialen Verfassungsstaat ein Konzept zur Bewältigung vielfältiger Aufgaben und gesellschaftlicher Probleme zu Verfügung.
Als gesellschaftliches Phänomen ist ein Rückzug der Bürger/innen vom öffentlichen Leben zu beobachten. Gebiets- und Verwaltungsreformen deuten auf die Finanzkrise der Kommunen und bringen eine zusätzliche räumliche aber auch inhaltliche Distanz im Verhältnis von Bürger/in zu ihrem / seinem Staat. Die Kommune als "Schule der Demokratie", wie der erste Präsident der Bundesrepublik Theodor Heuss anmerkte, wirkt auf den dafür erforderlichen Citoyen unerreichbar ja unzugänglich. Oft findet in der öffentlichen Debatte und den daraus abgeleiteten Alltagserzählungen der Bürger/innen eine Vermengung von Bereichen statt. Wirtschaft und Staat werden als gemeinsames gedacht. Gerade auf dem Hintergrund der deutschen Einheit und den realsozialistischen Erfahrungen ist es schwer beide Bereiche auseinander zuhalten und sich nicht dem Kanon der unreflektierten Kritik am deutschen Verfassungsstaat als einem Nährboden demokratiefeindlicher Bestrebungen anzuschließen.
Die von uns angebotenen Workshops dienen der Vermittlung von demokratischem Denken und Handeln, die Leitgedanken der Demokratie und ihre Spielregeln erfahrbarer gemacht werden.
